Yogabasierte Psychotherapie auf der Grundlage des Patanjali Yoga-Sutra



YOGA


 

Eine persönliche Yogapraxis unterstützt die psychotherapeutischen Prozesse. Durch die achtsame Ausführung von Asanas wird unmittelbar erfahrbar, wie Gedanken und Emotionen mit den Körperreaktionen verbunden sind. Unter Belastung und Stress, bei Ängsten oder Depressionen geraten Körper und Psyche aus dem Gleichgewicht.

 

Eine regelmäßige Yogapraxis kann sie wieder ausbalancieren. Dabei helfen die Selbstbeobachtung bei der Ausführung der Asanas, die Konzentration auf den Atem und meditative Übungen. Die Aufmerksamkeit wird nach innen auf die automatisch ablaufenden Denk- und Reaktionsprozesse gelenkt, um sie zu erkennen und zu lösen. Spannungen werden abgebaut.

 

Durch die unmittelbare Erfahrung erlebt sich der Übende als selbstwirksam und lernt die Achtsamkeit in Bezug auf Körper und Gedanken in den Alltag zu integrieren.

 

 


PSYCHE


 

Die Grundlage des psychischen Leidens sieht die Yogaphilosophie darin, dass der Mensch sich mit den Vorgängen in seiner Psyche identifiziert.

 

Schon das um die 2000 Jahre alte Yoga-Sutra des Patanjali nennt ängstlich-depressive Zustände, körperliche Unruhe und unregelmäßige Atmung als Begleiterscheinungen eines zerstreuten Geistes.

 

Auf der Grundlage von altem Wissen und neuen psychologischen Erkenntnissen vermittelt die yogabasierte Psychotherapie die Fähigkeit, sich selbst unvoreingenommen zu beobachten. Das Ziel ist es, Yoga als Zustand zu erleben, in dem die Psyche in den Hintergrund treten kann.

 

Im Mittelpunkt von Wochenübungen im Alltag steht der Versuch, sich von eigenen Gedanken zu distanzieren. In weiteren dem Yoga-Sutra folgenden Schritten, geht es darum, Achtsamkeit zu üben, erwachsene Persönlichkeitsanteile zu stärken, Hindernisse zu überwinden, psychisch stabil zu werden, positive Gefühle zu entwickeln, entsprechend eigener Werte zu handeln und schließlich den Geist zur Ruhe zu bringen.